Jahresbericht

Jahresberichte

Jahresbericht Imkerbezirk Brixen 2016

Der Imkerbezirk Brixen, der zweitgrößte Bezirk in Südtirol, mit seinen 434 Mitgliedern, aufgeteilt auf 14 Ortsgruppen betreut insgesamt 4611 Bienenvölker.
Das Durchschnittsalter der Mitglieder beträgt 55,23 Jahre und konnte besonders heuer durch mehrere Neueintritte drastisch gesenkt werden. Für dieses Ergebnis einen besonderen Dank der Imkerschule!
Im Imkerjahr 2016 ist besonders hervorzuheben der runde Geburtstag unseres Kassiers Rupert Khuen Belasi, dessen 90 Lenze ausgiebig am neugestalteten Bezirksbienenstand gefeiert wurden. Das abgelaufene Bienenjahr war ein gutes bis sehr gutes Jahr. Wegen des milden Winters und des milden Frühjahrs bis Mitte April, konnten sich die Bienenvölker wunderbar entwickeln, was wiederum auch der Varroamilbe entgegenkam. All Jene, die die Restentmilbung nicht ordnungsgemäß durchgeführt hatten, bekamen Probleme mit der Varroa.
Der fast tägliche Regen von Mitte April bis Mitte Juni, verbunden mit Kälteperioden, war wiederum eine Herausforderung für Imker und Bienen. Durch den fehlenden Nektar der Blütentracht musste auch nachgefüttert werden. Das erforderte viel Aufmerksamkeit und Fleiß. Im Bezirk Brixen konnte im abgelaufenen Jahr wetterbedingt hauptsächlich Waldhonig geerntet werden.

Bienengesundheit
Dem Imkerbezirk Brixen ist es ein Anliegen, dass seine Mitglieder mit Varroa gut zurechtkommen.
Dies gelingt aber nur durch permanente Weiterbildung:
Einmal fand eine Besprechung mit den Gesundheitswarten statt, um eine gemeinsame Linie bei der Varroabehandlung zu gewährleisten. Genauso wurde auch heuer wieder für die Mitglieder ein Fortbildungskurs in Varroabekämpfung organisiert.

Bei mehreren Treffen wurde vom Bezirksobmann allen Interessierten die „Biologische
Varroabehandlung“ vorgeführt und erklärt.


Weiterbildung
Auch 2016 versuchte man wieder für die Mitglieder verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. Beratungsarbeit vonseiten des Bezirks wurde am Bezirksbienenstands in Form des schon zur Tradition gewordenen sogenannten „Samstagvormittagtreffs“ geleistet. Dauerthemen wie Varroa und deren Frühdiagnose, oder Überwinterung der Bienen, kamen genauso zur Sprache, wie Präventivmaßnahmen, Hygiene des Bienenstocks und Aufbau von starken Völkern.
Die heurige Lehrfahrt führte uns nach Castel Belfort, wo man uns in angenehmer Art und Weise die dortige Imkerei vorgestellt hat. Ein Berufsimker mit 500 Wirtschaftsvölker, der jedes Jahr 500 Jungvölker nachzüchtet!
Einen besonderen Tag genossen Mitglieder des Bezirks auch in Salzburg bei der Teilnahme am „Deutschsprachigen Imkerkongress“, auch um einen zusätzlichen gestalterischen Input für jenen Kongress zu bekommen, der im Jahr 2020 in Brixen abgehalten wird. Als Highlight kann man den Sensorikkurs nennen, der vom Imkerbezirk Brixen initiiert und von den einzelnen Teilnehmern/innen getragen wurde. Um einen kurzen Einblick generell in Honigbewertungen zu bekommen, auch auf Hinblick der „10. Südtiroler Honigbewertung“ die in Prad am Stilfserjoch stattfand. Referent Josef Niklas führte die Interessierten in Lebensmittelsensorik ein, mit dem Ziel, die Anwesenden dahin zu sensibilisieren, Produkteigenschaften mit den Sinnesorganen zu bewerten. Bei der 10. Südtiroler Honigbewertung erzielte der Bezirk Brixen ausgezeichnete Ergebnisse!!

Organisiert wurden weiters eine Vortragsreihe mit 2 Themen, bei denen anschließend viel Diskussion stattfand!

Der Bezirk war auch den Ortsgruppen bei der Bienendatenbank behilflich!

Öffentlichkeitsarbeit
Großer Wert wird auf Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Wohl einer der wichtigsten Punkte überhaupt, und soll dazu dienen, die Bevölkerung allgemein für Bienen zu sensibilisieren. Als Bestäuber von Nutzpflanzen nicht wegzudenken, und wenn man die Biodiversität (Bestäuber von Wildpflanzen) dazuzählt, wäre die Biene das wichtigste Nutztier überhaupt!!!! Der Bezirksbienenstand wurde heuer im Außenbereich erweitert, um ihn noch besser für Gemeinsamkeiten, für Schulklassen, aber auch für jene Personen, die nur zufällig vorbeikamen, als Informationsaustausch zu nutzen. Am 21 Mai fand zum 2.mal am Bezirksbienenstand der Tag des „Offenen Bienenstocks“ statt. Bei Jung und Alt fanden die einzelnen Vorstellungen sehr guten Anklang. Am Schaubienenstock konnte man Königinnen suchen, mit Kindern wurde gemeinsam Kerzen gedreht, Rähmchen zusammengebaut, Honig konnte verkostet werden, usw.
Auch dieses Jahr besuchten uns wiederum einige Schulklassen am Bezirksbienenstand, um behutsam an das Thema Imkerei herangeführt zu werden. Für das kommende Imkerjahr wünsche ich Allen gesunde, starke Bienenvölker!

Der Obmann
Roland Fischnaller